Was ist der Erfahrbare Atem?
Keine Technik, die Du lernen musst. Eine Erfahrung, die Du machen darfst.
Wahrnehmen statt kontrollieren
Die meisten Atemübungen wollen den Atem steuern: länger ausatmen, tiefer einatmen, Rhythmen zählen. Der Erfahrbare Atem nach Ilse Middendorf geht einen anderen Weg: Du lernst, Deinen Atem wahrzunehmen, ohne ihn zu machen — und erlebst, wie er von selbst ruhiger, voller und freier wird, wenn Du ihm Raum gibst.
Dabei verbinden sich vier Dinge: Körperempfindung, Bewegung, Sammlung und Atem. Es gibt kein richtig oder falsch, keine Leistung, kein Ziel, das Du verfehlen könntest.
So kannst Du Dir die Arbeit vorstellen
Je nach Anliegen arbeitest Du im Sitzen, Stehen oder Liegen. Sanfte Bewegungen, achtsame Dehnungen, manchmal Stimme und Ton, manchmal Stille. In der Einzelarbeit kommt gezielte Berührung dazu, die Atemräume erfahrbar macht.
Danach ist Zeit für das, was sich gezeigt hat — im Gespräch, ohne Analyse-Zwang.
Womit Menschen zu Atamis kommen
Viele kommen mit Dauerstress, Erschöpfung oder innerer Unruhe. Andere mit Schlafproblemen, Anspannung in Rücken und Nacken, flacher Atmung oder dem Gefühl, den Kontakt zu sich verloren zu haben. Auch in Lebensumbrüchen kann die Arbeit mit dem Atem Halt geben.
Eine Methode mit Geschichte
Ilse Middendorf (1910–2009) entwickelte den Erfahrbaren Atem über Jahrzehnte und lehrte ihn an ihrem Berliner Institut. Die Methode wird seit über 60 Jahren praktiziert und gelehrt. Marei Konow wurde von 1992 bis 1995 direkt bei Prof. Middendorf ausgebildet und arbeitet seit 1995 damit — in eigener Praxis und seit 2004 auch im klinischen Kontext.
Erfahre es selbst
Lesen erklärt den Atem — erfahren kannst Du ihn nur selbst.